Trinkwasser für
Baden-Württemberg

Bereits um die Wende vom 19. in das 20. Jahrhundert war zu erkennen, dass bei einer fortschreitenden Industrialisierung und der damit verbundenen rasant anwachsenden Bevölkerung im mittleren Neckarraum die örtlichen Wasservorkommen nicht mehr ausreichen würden, den rasch steigenden Wasserbedarf zu decken. Ein für die damalige Zeit außerordentlich weitsichtiger Plan sah vor, Trinkwasser über eine Fernleitung aus dem Donautal bei Ulm über das Remstal bis in die Residenzstadt Stuttgart zu leiten. Damit war der Grundstein für die Landeswasserversorgung gelegt.

Weitere Fernwasserversorgungsunternehmen in Baden-Württemberg sind die Bodensee-Wasserversorgung, der Zweckverband Wasserversorgung Nordostwürttemberg und der Zweckverband Wasserversorgung Kleine Kinzig.

Ungleichmäßig verteilt

Wasserreiche Gebiete entlang der Donau, des Rheins und des Bodensees stehen in Baden-Württemberg wasserarmen Regionen auf der Schwäbischen Alb und im Mittleren Neckarraum gegenüber. Die  Fernwasserversorgungen schaffen den Ausgleich.

Grafik Fernwasserversorgung in Baden-Württemberg

Seit mehr als 100 Jahren
fließt auch in Stuttgart aus Brunnen und Hähnen Wasser aus dem Donauried.

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Kommunaler Zweckverband

Im Jahr 1912 gründete König Wilhelm II. von Württemberg die Staatliche Landeswasserversorgung. Sie wurde 53 Jahre lang als landeseigenes Unternehmen betrieben. Erst im Jahr 1965 wurde der schon im Gründungsgesetz erteilte Auftrag erfüllt; die Landeswasserversorgung wurde in einen selbstständigen kommunalen Zweckverband überführt. Seit dieser Zeit sind die Verbandsmitglieder der Landeswasserversorgung nicht nur Kunden, sondern auch Eigentümer des Wasserversorgungsunternehmens. Aus diesem Grund werden die Umlagen ohne Gewinnerzielung kalkuliert. Das beschlussfassende Gremium des Zweckverbandes ist die Verbandsversammlung, die in der Regel einmal jährlich zusammentritt. Die Hauptverwaltung der Landeswasserversorgung hat ihren Sitz in Stuttgart.

Zahlen und Daten

Jahresabgabe96,2 Millionen Kubikmeter Trinkwasser
Verbandsmitglieder106 Städte, Gemeinden und Zweckverbände
Versorgung von3 Millionen Menschen
Leitungsnetz785 Kilometer ­Trinkwasser­leitungen
Mitarbeiter/innen340
Gesamtertrag85,3 Millionen Euro
Bilanzsumme215,2 Millionen Euro


Jahreswerte 2022

Verbandsmitglieder

Die Landeswasserversorgung hat insgesamt 106 Städte, Gemeinden und kommunale Zweckverbände als Verbandsmitglieder.

Die LW-Verbandssatzung kann im Ratsinformationssystem nachgelesen werden: LW-Verbandssatzung

Verbandsmitglieder

Organisation

Die Verbandsversammlung wählt einen Verbandsvorsitzenden und zwei Stellvertreter. Der Technische und der Kaufmännische Geschäftsführer bilden die Geschäftsleitung.

Leitung

Standorte

332 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten in den beiden Wasserwerken, den drei Betriebsstellen und der Hauptverwaltung für die Landeswasserversorgung.

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LW steht für Landeswasserversorgung. Sie versorgt rund drei Millionen Menschen mit Trinkwasser.

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Leitbild

Die Landeswasserversorgung hat sich einem Leitbild verpflichtet,
das die Richtschnur des unternehmerischen Handelns bildet.
 

Wir garantieren Qualität und Sicherheit
Bestes Trinkwasser und eine hohe Versorgungssicherheit stehen im Mittelpunkt unseres Handelns.

Wir gestalten die Zukunft
Wir gehen sorgsam mit den uns anvertrauten Wasservorkommen und Betriebsanlagen um.
Die Mitarbeiter sind dabei unser wichtigstes Kapital.

Wir sind innovativ
Wir gestalten die Zukunft durch eine ständige Verbesserung unserer Arbeitsabläufe und die Weiterentwicklung unseres Wissens.

Wir sind die Wasserexperten
Wir arbeiten für unsere Kunden mit höchster fachlicher Kompetenz.

Wir sind ein Team
Umsichtig, partnerschaftlich und leistungsorientiert erzielen wir herausragende Ergebnisse.

 

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Zertifikate

Mehrere Zertifizierungssysteme garantieren die gleichbleibend hohe Qualität der Arbeit der Landeswasserversorgung.

Technisches Sicherheitsmanagement (TSM)

Organisation, Qualifikation und technische Betriebsabläufe erfüllen bei der Landeswasserversorgung die Anforderungen des Arbeitsblattes W 1000 des Deutschen Vereins des Gas- und Wasserfaches e. V. (DVGW) als anerkannte Regeln der Technik. Zum Nachweis der sicheren Organisation des technischen Betriebs der LW wurde das Reaudit des Technischen Sicherheitsmanagements (TSM) durchgeführt und erfolgreich abgeschlossen. Das erteilte Zertifikat gilt bis September 2031.

Energiemanagement + Energiepolitik

Mit einem seit dem Jahr 2012 regelmäßig durchgeführten Zertifizierungsaudit wird der Nachweis erbracht, dass die Landeswasserversorgung mit Erfolg ein Energiemanagementsystem nach DIN EN ISO 50001 anwendet. Das eingeführte System verfolgt das Ziel, in allen Prozessen energieeffizient und somit umweltfreundlich und wirtschaftlich zu handeln.
 

Die Energiepolitik der Landeswasserversorgung (LW) verfolgt folgende Ziele:
 

  1. Bilanzielle CO2-Neutralität beim Strombedarf bis 2030
  2. Erhalt des erreichten hohen Niveaus und weitere Steigerung der Energieeffizienz (wo möglich)
     

In der Durchführung setzt die LW auf die Eigenerzeugung von elektrischer Energie mittels regenerativen Energien
(Ziel 1). Wesentliche Bestandteile im weiteren Verlauf sind die Überwachung, regelmäßige Wartung bzw. Erneuerung der Hauptenergieverbraucher und die Überprüfung der Energieeffizienzzahlen im Rahmen eines PDCA-Prozesses (Plan-Do-Check-Act; Ziel 2). Dieser gilt für die Gewinnung, Förderung, Aufbereitung und Verteilung von Trinkwasser und erstreckt sich auf alle Standorte der LW. Betrachtet werden dabei die Energiequellen Strom, Fernwärme, Gas, Holzpellets, Heizöl und Kraftstoffe.

Die Energiepolitik der LW wird durch die LW-Strategy-Map 2030 und die darin hinterlegten Prozesse gestützt.

Betriebs- und Forschungslabor

Das Betriebs- und Forschungslabor der Landeswasserversorgung ist akkreditiert gemäß DIN EN ISO/IEC 17025 und Trinkwasseruntersuchungsstelle nach § 15 Abs. 4 Satz 2 der Trinkwasserverordnung.

Mehr Informationen

Futtermittelsicherheitsmanagement (FSMS)

Ein Teil der in den Wasserwerken Langenau und Dischingen produzierten Calciumcarbonat-Pellets wird als hochwertiges Einzelfuttermittel in die Futtermittelindustrie abgegeben. Um die gleichbleibend hohe Qualität des Futtermittels zu gewährleisten, hat die Landeswasserversorgung ein Futtermittelsicherheitsmanagement (FSMS) eingeführt, welches den international gültigen Feed-Safety-Assurance-Standards der Organisation GMP+ entspricht (GMP+ FSA). 

Die Standorte Langenau, Dischingen und Stuttgart sind gem. Verordnung (EG) 183/2005 als Futtermittelunternehmen registriert. Die Leistungsfähigkeit des FSMS wird regelmäßig sowohl intern als auch durch eine zugelassene Zertifizierungsstelle extern überprüft und bewertet. 

FSMS Zertifikat Dischingen (nicht barrierefrei)
FSMS Zertifikat Langenau (nicht barrierefrei)
FSMS Zertifikat Stuttgart (nicht barrierefrei)

Weitere Informationen zur Futtermittelsicherheitspolitik der Landeswasserversorgung sowie zu Produktspezifikationen erhalten Sie bei: 
Herr Friedbert Holmer, Telefon: 07345 9638-2111, E-Mail: holmer.f@lw-online.de

Beschaffungs- und Vergabestelle (Einkauf)

Die Landeswasserversorgung wurde durch das Kompetenzzentrum für innovative Beschaffung (KOINNO) für den Innovationsgrad ihrer Beschaffungs- und Vergabestelle ausgezeichnet. Der Zertifizierung ging ein dreistufiger Prüfprozess über einen Zeitraum von zwölf Monaten voraus. Die Auszeichnung würdigt die kontinuierlichen Bemühungen der Landeswasserversorgung, Beschaffungsprozesse modern, effizient und zukunftsorientiert zu gestalten. KOINNO wird im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz durchgeführt und verfolgt das Ziel, die öffentliche und gewerbliche Beschaffung in Deutschland zukunftsfähig zu machen.

Hohe Kundenzufriedenheit

Wie bereits in den vergangenen Jahren bekam das Trinkwasser in Deutschland von den Nutzerinnen und Nutzern auch im Zeitraum 2024/25 wieder ausgezeichnete Noten.

Über 95 Prozent der Befragten nutzen ihr Leitungswasser unmittelbar als Trinkwasser, drei Viertel davon täglich oder mehrmals täglich.

Über 87 Prozent bewerten die Qualität mit “sehr gut” oder mit “gut”. Auch der Service der Wasserversorger wird mit guten Bewertungen versehen. Über 83 Prozent der Befragten sind mindestens zufrieden.

Folglich trifft zu: Wasser aus dem Hahn ist das Nahrungsmittel Nr. 1 der Deutschen.

Der Jahresbericht 2024/25 der Zeitreihenstudie zu Qualität und Image von Trinkwasser in Deutschland (TWIS) wurde vom Institut für empirische Sozial- und Kommunikationsforschung (I.E.S.K.) im Auftrag des Verbands kommunaler Unternehmen (VKU) erstellt.

VKU-Studie "Qualität und Image von Trinkwasser in Deutschland" (nicht barrierefrei)

Beteiligen Sie sich gerne an der fortlaufenden Umfrage zur Trinkwasserqualität. Bei Interesse können Sie in rund zehn Minuten unter diesem Link teilnehmen: www.trinkwasser-umfrage.de

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