PFAS ist die Abkürzung für „per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen“. Dies sind vom Menschen hergestellte Chemikalien, die aufgrund ihrer wasser-, fett- und schmutzabweisenden Eigenschaften in vielen Alltagsprodukten verwendet werden. Einige dieser Stoffe sind stabil und äußerst langlebig. Sie stehen im Verdacht, gesundheitlich bedenklich zu sein.
Die Landeswasserversorgung (LW) untersucht das Trinkwasser bereits seit 2010 regelmäßig auf PFAS. Mit der neuen Trinkwasserverordnung von 2023 wurden erstmals verbindliche Grenzwerte eingeführt. Für PFAS-20, eine Gruppe von 20 ausgewählten PFAS-Verbindungen, gilt ab Januar 2026 ein Grenzwert von 100 Nanogramm je Liter. Für PFAS-4, eine kleinere Gruppe von vier besonders gut untersuchten und als gesundheitlich bedenklich eingestuften PFAS, nämlich PFOS, PFOA, PFNA und PFHxS, gilt ab Januar 2028 ein noch strengerer Grenzwert von 20 Nanogramm je Liter. Beide Grenzwerte beziehen sich auf die Summenkonzentration der jeweiligen Stoffe und dienen dem vorsorglichen Gesundheitsschutz. Einzelne Positivbefunde bewegen sich im Bereich der Bestimmungsgrenze von 1 Nanogramm je Liter, also weit unterhalb der Grenzwerte.
Trifluoracetat bzw. TFA ist sehr gut wasserlöslich, mobil und biologisch schwer abbaubar. Im Gegensatz zu PFAS reichert es sich kaum im Körper an. Es ist eine Abbauverbindung, die aus bestimmten Kältemitteln entstehen kann. Zudem ist es auch ein Abbauprodukt von Pflanzenschutzmitteln und eine Industriechemikalie. Chemisch betrachtet gehört TFA zu den PFAS. Regulativ wird es jedoch separat betrachtet, da es sich deutlich anders verhält und andere Risiken aufweist.
Für TFA hat das Umweltbundesamt einen toxikologisch begründeten Leitwert von 60 Mikrogramm je Liter festgelegt. Das Trinkwasser der Landeswasserversorgung weist TFA-Konzentrationen von etwa 1 Mikrogramm je Liter auf, also weit unterhalb des Leitwertes.
Fazit: Das Trinkwasser der LW erfüllt jederzeit und bei weitem die gesetzlichen Vorgaben für PFAS und liegt auch beim Leitwert für TFA deutlich unter dem festgelegten Wert. Es kann weiterhin bedenkenlos getrunken und verwendet werden.