Langenau, 10.09.2026. Im Rahmen ihrer Sommertour hat die Staatssekretärin im Ministerium für Ländlichen Raum, Landwirtschaft und Heimat, Sarah Schweizer MdL, am Mittwoch, 9. September, unter anderem das Naturschutzgebiet Langenauer Ried besucht. Im Mittelpunkt des Termins stand ein Austausch zu den Perspektiven für Landwirtschaft und Moorschutz sowie zur Entwicklung und nachhaltigen Nutzung der Moorflächen.
Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der Landeswasserversorgung, der Stadt Langenau, des Wasser- und Bodenverbands sowie der Landwirtschaft informierte sich Staatssekretärin Schweizer vor Ort über die Besonderheiten des Niedermoorgebietes. Bei einer Planwagenfahrt wurden unter anderem der Aufstau am Landesgrenzgraben und die Bedeutung des Gebiets für den Moorschutz thematisiert.
„Erfolgreicher Moorschutz geht nur Hand in Hand mit unseren Landwirten. Damit die Renaturierung von Mooren vor Ort Akzeptanz findet, braucht es Planungssicherheit und ökonomisch tragfähige Modelle zur Bewirtschaftung für unsere Höfe sowie einen engen Austausch zwischen allen Beteiligten“, sagte Staatssekretärin Sarah Schweizer.
Landwirtschaft und Moorschutz gemeinsam denken
Im fachlichen Austausch ging es auch um die Frage, wie das Ministerium für Ländlichen Raum, Landwirtschaft und Heimat (MLR) die Akteure vor Ort unterstützen kann – beispielsweise durch Beratung, bei der Antragstellung oder bei der Abstimmung mit weiteren beteiligten Stellen aus Umwelt- und Naturschutz. Auch Möglichkeiten einer unterstützenden Öffentlichkeits- und Vermittlungsarbeit durch das MLR wurden besprochen.
„Moorschutz kann nur gemeinsam gelingen. Wir wollen die unterschiedlichen Interessen zusammenbringen und konkrete Perspektiven für die Flächen entwickeln“, betonte Prof. Dr. Haakh, technischer Geschäftsführer der Landeswasserversorgung. „Das württembergische Donauried zeigt, wie eng Wasserhaushalt, Naturschutz, Klimaschutz und Landwirtschaft miteinander verbunden sind.“
Das württembergische Donauried ist ein bedeutendes Feucht- und Moorgebiet im Umfeld der Donau. Für seinen langfristigen Erhalt sind geeignete Wasserstände und ein funktionierender Wasserhaushalt von besonderer Bedeutung. Gleichzeitig gilt es, die Interessen der Landwirtschaft und des Naturschutzes miteinander in Einklang zu bringen.




