Am gestrigen Donnerstag, den 24. Juli 2025 wurde am Standort Schönbühl eine neue Photovoltaikanlage offiziell in Betrieb genommen. Die Landeswasserversorgung setzt damit ein deutliches Zeichen für den Ausbau erneuerbarer Energien und die konsequente Umsetzung ihrer Klimaziele. Die Anlage erzeugt jährlich rund 900.000 Kilowattstunden grünen Strom. Damit leistet sie einen wichtigen Beitrag zur angestrebten CO2-Neutralität bis zum Jahr 2030. Auf einer Fläche von rund 6.500 Quadratmetern wurden 2.508 Solarmodule installiert. Die Gesamtleistung beträgt über 1.000 Kilowattpeak. Der produzierte Strom deckt etwa 1,5 Prozent des jährlichen Energiebedarfs der Landeswasserversorgung und wird direkt in das eigene Netz eingespeist.
Besonders anspruchsvoll war die Umsetzung am Standort. Die Anlage befindet sich auf dem Dach des größten Trinkwasserbehälters der Landeswasserversorgung. Eine herkömmliche Lösung war an diesem sensiblen Ort nicht möglich. Deshalb wurde ein Flachdachsystem verwendet, das 50 Zentimeter über der Oberfläche aufgeständert ist. Die Planung erfolgte individuell und war technisch besonders herausfordernd.
Die Umsetzung des Projekts war nur durch die enge Zusammenarbeit vieler Beteiligter möglich. Fachabteilungen, Projektgruppen, Partnerunternehmen und die Stadt Weinstadt haben gemeinsam an der Planung, Genehmigung und Ausführung gearbeitet. Das Projekt zeigt, wie erfolgreich gemeinsame Verantwortung für Infrastruktur, Umwelt und Klimaschutz in die Praxis umgesetzt werden kann.
Die neue Anlage ist Teil der umfassenden Klimastrategie der Landeswasserversorgung. In den kommenden Jahren folgen weitere Maßnahmen. Dazu zählen unter anderem eine großflächige Solaranlage am Wasserwerk Langenau sowie zwei Windkraftanlagen bei Lonsee-Luizhausen. Bereits im Jahr 2028 sollen diese Windräder rund 45 Prozent des Strombedarfs klimaneutral decken. Mit der Inbetriebnahme der Anlage in Schönbühl wird sichtbar, wie technische Innovation, nachhaltige Energiegewinnung und Versorgungssicherheit miteinander verbunden werden. Die Landeswasserversorgung geht diesen Weg mit Überzeugung und hohem Tempo weiter.