Die Qualität des Trinkwassers

Trinkwasserqualität und Grundwasserschutz sind zwei Seiten der gleichen Medaille. Nur ein vorausschauender, sorgfältiger Schutz der Gewässer garantiert eine hohe, gleichbleibende Qualität des Trinkwassers.

Trinkwasserqualität auf
höchstem Niveau

Die Versorgung der Bevölkerung mit Trinkwasser unterliegt den sehr strengen Bestimmungen der deutschen Trinkwasserverordnung. Im Rahmen der Trinkwasseranalyse werden mehr als 100 Einzelparameter untersucht.

Zusätzlich zur Standardanalytik der Trinkwasserversorgung steht im Betriebs- und Forschungslabor der LW für die Spurenstoffanalytik eine Vielzahl aufwendiger und komplexer chemisch-physikalischer und mikrobiologischer Verfahren zur Verfügung. Massenspektrometrische Analyseverfahren und biologische Testsysteme mit Hilfe von Leuchtbakterien, Enzymen oder gentechnisch modifizierten Hefezellen spiegeln den neuesten Entwicklungsstand wider.

Die Qualitätssicherung der Landeswasserversorgung beinhaltet rund 400 000 Einzelanalysen jährlich, eine Vielzahl von Online-Messungen im gesamten Versorgungsnetz und ein umfangreiches Sicherheitskonzept. Rund 40 hochqualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im LW-Betriebs- und Forschungslabor stehen für diese Aufgaben bereit. Sie arbeiten zudem an weiteren Verfahrensentwicklungen im Rahmen verschiedener Forschungsprojekte.

LW-Betriebs- und Forschungslabor
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Trinkwasseranalyse kurz gefasst
Die Jahresmittelwerte 2020 für Ihre Stadt/Gemeinde

Die Landeswasserversorgung beliefert rund 3 Millionen Menschen in Baden-Württemberg und Bayern, von A wie Aalen bis Z wie Ziertheim. Sie interessieren sich für die Jahresmittelwerte Ihrer Stadt/Gemeinde?

Ihre Auswahl

Trinkwasseranalyse - Jahresmittelwerte 2020

Parameter Wert Grenzwert nach
Trinkwasser­verordnung
pH-Wert 7,55 bei 14,0 °C ≥ 6,5 u. ≤ 9,5
Calcium 76 mg/L -
Chlorid 31,3 mg/L 250 mg/L
Eisen < 0,01 mg/L 0,200 mg/L
Magnesium 11,3 mg/L -
Natrium 11,7 mg/L 200 mg/L
Sulfat 25,3 mg/L 250 mg/L
Blei < 0,0005 mg/L 0,010 mg/L
Fluorid 0,06 mg/L 1,5 mg/L
Nitrat 20,2 mg/L 50 mg/L
Polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe < 0,0001 mg/L 0,00010 mg/L
Pflanzenschutzmittel und Biozidprodukte < 0,00005 mg/L 0,00010 mg/L
Summe Einzelsubstanzen < 0,0001 mg/L 0,00050 mg/L
Carbonathärte 10,1 °dH -
Gesamthärte 13,3 °dH -
Summe Erdalkalien 2,37 mol/m³ -
Härtebereich mittel -

 

Die angegebenen Werte beziehen sich auf das Trinkwasser der Landeswasserversorgung. Möglicherweise nutzt Ihre Stadt oder Gemeinde eigene Trinkwasservorkommen und mischt das Eigenwasser mit dem Trinkwasser der LW. Die aktuelle Trinkwasseranalyse für Ihren Wohnort erhalten Sie bei Ihrer Stadt- oder Gemeindeverwaltung bzw. bei den zuständigen Stadtwerken.
 

Trinkwasseranalyse - Jahresmittelwerte 2020

Parameter Wert Grenzwert nach
Trinkwasser­verordnung
pH-Wert 7,61 bei 10,1 °C ≥ 6,5 u. ≤ 9,5
Calcium 72 mg/L -
Chlorid 20,8 mg/L 250 mg/L
Eisen < 0,01 mg/L 0,200 mg/L
Magnesium 9,2 mg/L -
Natrium 6,8 mg/L 200 mg/L
Sulfat 13,0 mg/L 250 mg/L
Blei < 0,0005 mg/L 0,010 mg/L
Fluorid 0,05 mg/L 1,5 mg/L
Nitrat 30,8 mg/L 50 mg/L
Polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe < 0,0001 mg/L 0,00010 mg/L
Pflanzenschutzmittel und Biozidprodukte < 0,00005 mg/L 0,00010 mg/L
Summe Einzelsubstanzen < 0,0001 mg/L 0,00050 mg/L
Carbonathärte 9,5 °dH -
Gesamthärte 12,5 °dH -
Summe Erdalkalien 2,24 mol/m³ -
Härtebereich mittel -

 

Die angegebenen Werte beziehen sich auf das Trinkwasser der Landeswasserversorgung. Möglicherweise nutzt Ihre Stadt oder Gemeinde eigene Trinkwasservorkommen und mischt das Eigenwasser mit dem Trinkwasser der LW. Die aktuelle Trinkwasseranalyse für Ihren Wohnort erhalten Sie bei Ihrer Stadt- oder Gemeindeverwaltung bzw. bei den zuständigen Stadtwerken.
 

Trinkwasseranalyse - Jahresmittelwerte 2020

Parameter Wert Grenzwert nach
Trinkwasserverordnung
pH-Wert 8,01 bei 8,0 °C ≥ 6,5 u. ≤ 9,5
Calcium 50 mg/L -
Chlorid 7,7 mg/L 250 mg/L
Eisen 0,0056 mg/L 0,200 mg/L
Magnesium 8,5 mg/L -
Natrium 5,6 mg/L 200 mg/L
Sulfat 34,0 mg/L 250 mg/L
Blei < 0,001 mg/L 0,010 mg/L
Fluorid 0,10 mg/L 1,5 mg/L
Nitrat 4,0 mg/L 50 mg/L
Polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe < 0,0001 mg/L 0,00010 mg/L
Pflanzenschutzmittel und Biozidprodukte < 0,00005 mg/L 0,00010 mg/L
Summe Einzelsubstanzen < 0,0001 mg/L 0,00050 mg/L
Carbonathärte 7,17 °dH -
Gesamthärte 9,0 °dH -
Summe Erdalkalien 1,61 mol/m³ -
Härtebereich mittel -

 

Die angegebenen Werte beziehen sich auf das Trinkwasser der Landeswasserversorgung. Möglicherweise nutzt Ihre Stadt oder Gemeinde eigene Trinkwasservorkommen und mischt das Eigenwasser mit dem Trinkwasser der LW. Die aktuelle Trinkwasseranalyse für Ihren Wohnort erhalten Sie bei Ihrer Stadt- oder Gemeindeverwaltung bzw. bei den zuständigen Stadtwerken.
 

Wenn Sie sich für die aktuelle, vollständige Analyse des LW-Trinkwassers interessieren, können Sie diese hier ansehen oder herunterladen. Die verschiedenen Versorgungsbereiche (VB1, VB2, VB3) sind farblich gekennzeichnet. Ihre Zuordnung zum Versorgungsgebiet der Landeswasserversorgung können Sie der nachstehenden Karte entnehmen.

Die analysierten Messwerte ändern sich von Jahr zu Jahr in der Regel nur geringfügig.

Aktuelle Trinkwasseranalyse (barrierefrei)

Trinkwasser – wegen der
aufwändigen und regelmäßigen
Untersuchungen ist es eines
der am besten kontrollierten
Lebensmittel

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Wasserschutzgebiete – der Schlüssel zum Erfolg

Zum Schutz der Grundwasservorkommen werden die Einzugsgebiete der Fassungsanlagen als Wasserschutzgebiete ausgewiesen. Dabei werden die Schutzgebiete in drei Zonen unterteilt. Die weitere Schutzzone soll das gesamte Einzugsgebiet der Trinkwasserbrunnen erfassen. Vom Rand der engeren Schutzzone soll die Fließzeit zu den Brunnen mindestens 50 Tage betragen. Der Fassungsbereich begrenzt das direkte Umfeld der Gewinnungsanlagen.

Für die einzelnen Schutzzonenbereiche gelten unterschiedliche rechtliche Auflagen hinsichtlich der baulichen, landwirtschaftlichen und sonstigen Nutzung. Während in der weiteren Wasserschutzzone die meisten Nutzungen mit gewissen Einschränkungen möglich sind, ist in der engeren Schutzzone beispielsweise eine Bebauung nicht gestattet. Die landwirtschaftliche Bodennutzung ist hier nur mit strengen

Auflagen erlaubt. In der Regel ist jegliche Nutzung des Fassungsbereiches ausgeschlossen. Zur Kontrolle der verschiedenen Auflagen werden die Wasserschutzgebiete regelmäßig überwacht.

Aufgrund der besonderen geologischen Verhältnisse im Gebiet der Schwäbischen Alb, des stark verkarsteten Untergrundes und der daraus resultierenden zeit- und bereichsweise sehr hohen Fließgeschwindigkeiten, sind weite Bereiche der Hochfläche der Schwäbischen Alb als Wasserschutzgebiet ausgewiesen. Die Schutzgebiete für die Gewinnungsanlagen der Landeswasserversorgung, die Wasserwerke bei Langenau, bei Dischingen und bei Burgberg, gehören mit einer Gesamtfläche von rund 800 Quadratkilometern zu den größten zusammenhängenden Wasserschutzgebieten in der Bundesrepublik Deutschland.

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Unerwünschte Stoffe in den Wasservorkommen

Bitte helfen Sie mit, unser Trinkwasser zu schützen! Jeder von uns kann seinen Beitrag leisten, damit Trinkwasser bester Qualität uns und auch künftigen Generationen in ausreichender Menge zur Verfügung steht.

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Ihr Ansprechpartner

Rainer Scheck
Wasserwirtschaft
Telefon 0711 2175-1311
E-Mail scheck.r@remove-this.lw-online.de

Nitrat

Sorge bereitet der Landeswasserversorgung die im Wasserschutzgebiet „Donauried-Hürbe“ anhaltend hohen bzw. weiter ansteigenden Nitratwerte im Grundwasser. Wesentlicher Grund dafür ist die intensive landwirtschaftliche Nutzung der Flächen mit ihrem hohen Einsatz an Düngemitteln. Eine der negativen Folgen ist, dass der im Boden versickernde Niederschlag einen Teil des Nitrats in tiefere Bodenschichten verlagert und in das Grundwasser auswäscht.

Die LW ist zu diesem Thema bereits seit mehr als 30 Jahren in einem intensiven Dialog mit der Landwirtschaft. Im Frühjahr 2015 wurde eine Vereinbarung zwischen dem Land Baden-Württemberg und der Landeswasserversorgung geschlossen. Sie sieht Maßnahmen vor, um den Stickstoffüberschuss auf den landwirtschaftlichen Flächen im LW-Wasserschutzgebiet spürbar zu reduzieren. In 15 Jahren soll so die Nitratkonzentration der Fassungen 1, 3, 5 und 6 auf 30 Milligramm je Liter abgesenkt werden.

Die Landwirtschaft ist im LW-Wasserschutzgebiet „Donauried-Hürbe“ für rund 85 Prozent des Nitrateintrages in das Grundwasser verantwortlich.

Organische Spurenstoffe

Medikamente, Pflanzenschutz- und Lösungsmittel – geringste Spuren dieser Stoffe und ihrer Abbauprodukte finden sich in vielen Wasservorkommen. Dank der Methoden und Verfahren der modernen Spurenstoffanalytik können heute bereits geringste Konzentrationen dieser Substanzen im Molekülbereich nachgewiesen werden.

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Pestizide

Der Landeswasserversorgung ist daran gelegen, die von ihr genutzten Wasservorkommen zur Trinkwassergewinnung vor übermäßigem Pestizideinsatz zu schützen. Besonders die landwirtschaftliche Ausbringung von Pflanzenschutzmitteln stellt Wasserversorger vor große Herausforderungen. Sie engagiert sich daher auf vielfältige Weise für mehr Transparenz bei der Verwendung von Pflanzenschutzmitteln in ihren Trinkwassereinzugsgebieten.

Rohwasserdatenbank Wasserversorgung Pflanzenschutzmittel (RWDB PSM)

In der Datenbank werden Informationen von Wasserversorgern zum Vorkommen von Pflanzenschutzmitteln und deren Metaboliten in den jeweiligen Rohwasservorkommen gesammelt. Daraus ergibt sich eine Übersicht über den qualitativen Zustand der betrachteten Rohwässer hinsichtlich der erfassten Parameter. Kommt es zu Auffälligkeiten, können gezielt Maßnahmen zur regionalen Verbesserung in die Wege geleitet werden.

Verantwortlich für den Betrieb der Rohwasserdatenbank und die Auswertung der Daten ist ein Beirat, der sich aus Vertretern der Wasserwirtschaft (BDEW, DVGW, Wasserversorgungsunternehmen) und der Pflanzenschutzmittelhersteller zusammensetzt. Ihm obliegt die Verabschiedung der jeweiligen Schutzkonzepte, die von den betroffenen Wasserversorgern, den Pflanzenschutzmittelherstellern und der Landwirtschaft entwickelt und umgesetzt werden.

Broschüre "Pflanzenschutzmittel kompakt" (nicht barrierefrei)

Link zur Rohwasserdatenbank

Freier Zugang zu Umweltinformationen

Im Mai 2021 hatte der Verwaltungsgerichtshof Mannheim geurteilt, dass innerhalb der EU grundsätzlich das Recht auf freien Zugang zu Umweltinformationen besteht. Dies gilt auch für die Herausgabe von Daten zum Spritzmittelgebrauch in der Landwirtschaft. Damit werden die Interessen der Bürger*innen zum Schutz ihrer Trinkwasserversorgung deutlich gestärkt.

Vorausgegangen waren Klagen der Landeswasserversorgung und des NABU Baden-Württemberg gegen das Land Baden-Württemberg. Im Zuge des ergangenen Urteils müssen die Landwirte in den 800 Quadratkilometer großen Wasserschutzgebieten der Landeswasserversorgung im Alb-Donau-Kreis und in den Landkreisen Heidenheim und Aalen zukünftig Angaben zu den auf den Wiesen und Feldern ausgebrachten Spritzmitteln machen und diese über die Landesbehörden dem Wasserversorgungsunternehmen zur Verfügung stellen.

Damit haben nun auch andere Wasserversorgungsunternehmen in ganz Deutschland die Möglichkeit, die entsprechenden Daten vom Land einzufordern, um eventuelle Spritzmitteleinträge in das Grundwasser rascher erkennen und bei Bedarf die notwendigen Gegenmaßnahmen ergreifen zu können.

Link zum Urteil

Glyphosat & mehr

Das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat darf gemäß der "Fünften Verordnung zur Änderung der Pflanzenschutz-Anwendungsverordnung" vom 08. September 2021 in Wasserschutzgebieten nicht mehr zur Anwendung kommen. Das Verbot gilt auch für den Privatbereich. Details zur Einschränkung des Einsatzes von Glyphosat können in der „Fünften Verordnung zur Änderung der Pflanzenschutz-Anwendungsverordnung" nachgelesen werden.

Fünfte Verordnung zur Änderung der Pflanzenschutz-Anwendungsverordnung

LW-Positionspapier zu Glyphosat (barrierefrei)

Verbot von Glyphosat in Wasserschutzgebieten

Das Spezialherbizid DUAL GOLD® sollte nicht in grundwassersensiblen Gebieten ausgebracht werden. Über karstgründige Böden, wie sie im württembergischen Donauried zu finden sind, können Pflanzenschutzmittel besonders schnell ins Grundwasser gelangen.

Produktinfo zum Herbizid DUAL GOLD® (nicht barrierefrei)

Weiterführende Informationen zum Thema
„Unerwünschte Stoffe in den Wasservorkommen”

Übersicht themenbezogener Projekte der Landeswasserversorgung (barrierefrei)

"Wasserversorger warnen: Unser Trinkwasser ist in Gefahr"
Ein Beitrag aus der Sendung "SWR2 Impuls" vom 11.01.2021

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