Quellwasser

Trinkwasser aus der Buchbrunnenquelle

Bereits im Jahr 1929 hatte die Landeswasserversorgung eine große Karstquelle, die Buchbrunnenquelle, im Egautal bei Dischingen auf der östlichen Schwäbischen Alb erworben. Das Schüttungsverhältnis der Buchbrunnenquelle ist sehr ausgeglichen. Dies ist für die Nutzung der Quelle zur Trinkwasserversorgung außerordentlich günstig. Zum einen ist damit die für eine sichere Trinkwasserversorgung erforderliche Mindestentnahmemenge jederzeit gewährleistet. Zum anderen bewegen sich die Qualitätsveränderungen des Karstgrundwassers in sehr engen Grenzen. Nur nach lang anhaltend starken Niederschlägen und während der Schneeschmelze kommt es zu mineralischen Trübungen des Quellwassers.

Im Jahr 1952 beschloss die Landeswasserversorgung, die Buchbrunnenquelle für die öffentliche Trinkwasserversorgung zu nutzen. Das Egauwasserwerk ging im Jahr 1957 in Betrieb.

Zahlen und Daten

Buchbrunnenquelle

800Liter pro Sekunde maximales Entnahmerecht (je nach Wasserführung der Egau)
895Liter pro Sekunde mittlere Quellschüttung
15,0Mio. Kubikmeter Wassergewinnung


Jahreswerte 2020

Idyllisch gelegen – am ­
Flüsschen Egau bei Dischingen
liegt das Wasserwerk der ­Landeswasserversorgung
mit dem beeindruckenden
Quelltopf der
Buchbrunnenquelle.

Foto: M. Steinmetz

Wasser für den Fürsten

Auf dem Gelände des Egauwasserwerks kann man noch die alte Taxispumpe sehen.

Aktuelle Messwerte

Egauwasserwerk
Die Messwerte geben aktuell das Niederschlagsgeschehen und den Grundwasserstand wieder.

Übersicht Messstellen Egauwasserwerk

Gundwassermessstelle Fleinheimer Tal

Klimastation Egauwasserwerk

Höhlenkrebse zeigen die gute Wasserqualität an

Im Jahr 1992 entdeckten Mitarbeiter der Landeswasserversorgung Höhlenkrebse in der Buchbrunnenquelle. Sie gehören der Gattung „Niphargus enslinii“ an und können bis zu zwei Zentimeter groß werden. Wie viele andere Höhlenbewohner auch sind die Krebse sehr lichtempfindlich. Ihre weißliche Farbe resultiert aus der fehlenden Pigmentierung der Haut.

Da Krebse nur in kühlen und sauberen Gewässern vorkommen, sind sie ein Hinweis auf die ausgezeichnete Qualität des Grundwassers der Buchbrunnenquelle. Über Klüfte und Spalten des verkarsteten Untergrunds der Schwäbischen Alb wurden sie mit dem Grundwasser in den Quelltopf eingetragen. Sie können bis zu acht Jahre alt werden.