LW-Chronik

Die LW blickt auf eine 95-jährige Erfahrung in der Wasserversorgung zurück. Wesentliche Schritte auf ihrem Weg zu einem modernen Fernwasserversorgungsunternehmen sind hier in einer Chronik zusammengefasst.


Bildbeschreibung: Das Bild „Brunnenbau im Jahr 1910“ zeigt einen Holzdreibock mit einer Vorrichtung zum Einrammen von Rohren und weitere technische Geräte zum Brunnenbohren. Vor und zwischen diesen Geräten hat sich eine Personengruppe aufgestellt.

1912

Am 8. Juli wird das Gesetz über die Gründung der Staatlichen Landeswasserversorgung erlassen. Die Bauarbeiten an der Fassung 1 im Donauried bei Niederstotzingen werden aufgenommen. Die technische Ausführung liegt beim späteren Oberbaurat Dr. Oskar Groß.

Bildbeschreibung: Historisches Foto der Pumpen im Förderwerk Niederstotzingen

1917

Das Wasserwerk Niederstotzingen mit 49 Brunnen der Fassung 1 sowie die Leitung 1 von Niederstotzingen bis zum Endbehälter Rotenberg bei Stuttgart werden in Betrieb genommen.

Bildbeschreibung: Außenansicht des Vorpumpwerks Schotthofs nach dem Umbau im Jahr 2003

1926

Das zweite Wasserwerk im Donauried, der Schotthof, wird fertig gestellt.

Bildbeschreibung: Ansicht des Buchbrunnen-Quellsees, wie er bis zum Bau des Egauwasserwerks bestanden hat

1929

Der württembergische Fiskus erwirbt vom Fürsten Thurn und Taxis für die Landeswasserversorgung die Buchbrunnenquelle bei Dischingen.

Bildbeschreibung: Außenansicht eines Vorpumpwerkes im Donauried

1933–1950

Die Wassergewinnungsanlagen im Donauried werden ausgebaut. Insgesamt werden sechs Fassungen mit ca. 220 Brunnen im Gebiet zwischen Langenau und Sontheim zur Trinkwasserförderung angelegt. Eine zweite Hauptleitung vom Donauried in den Mittleren Neckarraum parallel zur ersten Leitung wird gebaut.

Bildbeschreibung: Baustelle des Egauwasserwerks: Das heute erdüberdeckte Fassungsbauwerk der Buchbrunnenquelle, ein rundes kuppelgedecktes Gebäude, ist fertig gestellt.

1953–1957

Die Buchbrunnenquelle wird gefasst und das Egauwasserwerk zur Aufbereitung des aus der Buchbrunnenquelle gewonnenen Wassers errichtet. Zwischen Bayern und Baden-Württemberg wird ein Staatsvertrag zur Regelung der Entnahme von Wasser aus der Buchbrunnenquelle abgeschlossen.

Bildbeschreibung: Unterzeichnung des Vertrages zum Übergang der Staatlichen Landeswasserversorgung in den neu gegründeten kommunalen Zweckverband im Jahr 1965. Zu sehen sind der damalige baden-württembergische Ministerpräsident Filbinger und Stuttgarts Oberbürgermeister und LW-Verbandsvorsitzende Dr. Arnulf Klett.

1965

Die „Staatliche Landeswasserversorgung“ geht auf den neu gegründeten „kommunalen“ Zweckverband Landeswasserversorgung über.

Bildbeschreibung: Brunnenkopf eines Tiefbrunnens im Wasserwerk Burgberg mit Rohrleitungen, Armaturen und vielen weiteren technischen Details

1967

Das Wasserwerk Burgberg mit drei Tiefbrunnen wird in Betrieb genommen.

Bildbeschreibung: Außenansicht des Förderwerks im Wasserwerk Langenau: Blick auf die Glasfassade des Erdgeschosses

1968–1973

Das Rohwasserpumpwerk Leipheim und eine Zubringerleitung zum Wasserwerk Langenau werden gebaut. Das Wasserwerk Langenau zur Aufbereitung von Donauwasser zu Trinkwasser geht in Betrieb. Die dritte Hauptleitung vom Wasserwerk Langenau über Geislingen und Göppingen in den Mittleren Neckarraum wird gebaut.

Bildbeschreibung: Verteilgerinne im Egauwasserwerk, ein schmaler, langer Bau mit blauen Wänden und Glasdach. Der Bau wird von Trinkwasser durchflossen.

1984

Eine neue Aufbereitungsanlage, die im Zuge des Baus der A7 durch das Wasserschutzgebiet notwendig geworden ist, wird im Egauwasserwerk errichtet.

Bildbeschreibung: Bau der Entcarbonisierungsanlage im Wasserwerk Langenau

1989

Die Entcarbonisierungsanlage im Wasserwerk Langenau wird in Betrieb genommen. Damit wird es der LW möglich, Wasser mit 13,5 Grad dH (Härtebereich) bereitzustellen.

Bildbeschreibung: Luftbild von der Umgebung des Wasserwerks Blaubeuren. Das Wasserwerk selbst ist hinter Bäumen versteckt, seine Lage wird durch einen Pfeil markiert.

1994

Die LW fusioniert mit dem Zweckverband Blau-Lauter-Gruppe und übernimmt das Wasserwerk Blaubeuren-Gerhausen.

Bildbeschreibung: Entcarbonisierungsanlage im Egauwasserwerk mit zwei Silotürmen für die Kalklagerung und einem Silozug, der mit Kalkschlamm beladen wird.

1995

Die Entcarbonisierungsanlage im Egauwasserwerk nimmt ihren Betrieb auf.

Bildbeschreibung: Außenansicht des Laborgebäudes auf dem Gelände des Wasserwerks Langenau. Zweigeschossiges, in verschiedene Einzelelemente gegliedertes und architektonisch anspruchsvolles Gebäude

1997

Die Aktivkohlefilteranlage für das Wasserwerk Blaubeuren-Gerhausen wird fertig gestellt. Das neue Betriebs- und Forschungslabor im Wasserwerk Langenau wird fertig gestellt.

Bildbeschreibung: Rohrleitungsbaustelle

2002

Die Bauarbeiten für die Sanierung des Hauptfallleitungssystems 1 und 2 beginnen.

Bildbeschreibung: Die beiden LW-Geschäftsführer Dr. Haakh und Direktor Müller sowie Langenaus Bürgermeister Mangold und Uhingens Bürgermeister Walter bei der Eröffnung der Ausstellung „Erlebniswelt Grundwasser“ im Wasserwerk Langenau

2003

Die LW eröffnet am 22. März ihre Ausstellung „Erlebniswelt Grundwasser“ im Wasserwerk Langenau.

Bildbeschreibung: Die vom DVGW nach Bestehen der Prüfung zum Technischen Sicherheitsmanagement verliehene TSM-Plakette

2004

Als erstes baden-württembergisches Fernwasserversorgungsunternehmen wird die LW vom Bundesfachverband der Deutschen Vereinigung des Gas- und Wasserfaches e.V. (DVGW) mit der Urkunde zum Technischen Sicherheitsmanagement ausgezeichnet.

Bildbeschreibung: Vorentsäuerungsanlage auf dem Gelände des Wasserwerks Langenau in der Außenansicht

2005

Im Wasserwerk Langenau wird die physikalische Vorentsäuerungsanlage zur Grundwasserenthärtung eingeweiht.

Bildbeschreibung: Inlinersanierung: Ein Graben ist ausgehoben. Die zusammengefaltete und von Bändern zusammenhaltene Kunststoffleitung wird mit einem speziellen Gerät in die zu sanierende Rohrleitung, die zu diesem Zweck geöffnet wurde, eingezogen.

2006

Die Umbauarbeiten im Hauptförderwerk des Wasserwerks Langenau werden abgeschlossen. Auf einem Teilabschnitt der LW-Hauptleitung 1 wird eine Inlinersanierung durchgeführt. Damit wird dieses neue Verfahren weltweit das erste Mal an einer Rohrleitung dieser Dimension (1,5 Meter Durchmesser) angewandt.

Bildbeschreibung: Tage der offenen Tür im Egauwasserwerk anlässlich seines 50-jährigen Bestehens Ende September 2007: Auf der umlaufenden Galerie im Förderwerk sind Besucher zu sehen.

2007

Im September wird das 50-jährige Bestehen des Egauwasserwerks mit einem Festakt und anschließenden zwei Tagen der offenen Tür begangen.

Offener Rohrgraben: Zwei Bagger heben die neuen Rohre in den Graben.

2008

Im Oktober wird die neue rund 20 Kilometer lange Zubringerleitung „Laichinger Alb“ in Betrieb genommen. Nun erhalten auch die Verbandsmitglieder südöstlich von Kirchheim unter Teck das weichere LW-Trinkwasser aus dem Wasserwerk Langenau. Die Wassergewinnung aus den Tiefbrunnen in Blaubeuren-Gerhausen wird zum Jahresende aufgegeben.

Anlieferung eines Fertigteilschachts

2010

Im Mai konnte die LW nach siebenjähriger Bauzeit die neue Hauptleitung 1 in Betrieb nehmen. Bei dieser Baumaßnahme wurden auf rund 40 Kilometer moderne Stahlrohre verlegt und 78 vormontierte Fertigschächte eingesetzt. Das Projekt umfasste ein Investitionsvolumen von rund 36 Millionen Euro.