Die Verteilung des Trinkwassers

Bis das Trinkwasser der Landeswasserversorgung bei den Kunden ist, muss es einen weiten Weg zurücklegen. Vom Wasserwerk Langenau über die Schwäbische Alb bis nach Stuttgart ist es ungefähr einen Tag unterwegs. Große Pumpen sorgen für die nötige Energie.

Immer frisch – trotz weitem Weg

Die Verbandsmitglieder der Landeswasserversorgung werden über ein rund 775 Kilometer langes Leitungsnetz mit Trinkwasser versorgt. Das Fernleitungsnetz gliedert sich in vier Hauptleitungen, die einen Durchmesser von bis zu 1,50 Meter aufweisen, und in zahlreiche Zubringerleitungen, die einen Durchmesser von bis zu 0,70 Meter haben. Das Leitungsnetz ermöglicht eine maximale Förderleistung von rund 5.200 Liter pro Sekunde bzw. von ca. 450.000 Kubikmetern pro Tag.

Ein wichtiger Bestandteil des Fernleitungsnetzes sind die 33 Wasserbehälter mit einem Speichervolumen von ca. 400.000 Kubikmetern. Sie dienen in erster Linie der Versorgungs- und Betriebssicherheit. Sie gleichen Abgabeschwankungen aus, ermöglichen einen wirtschaftlichen Anlagenbetrieb und steigern damit die Leistungsfähigkeit der Trinkwasserversorgung im Versorgungsgebiet der Landeswasserversorgung.

Zahlen und Daten

Rohrleitungsnetz

332,0km Hauptleitungen
359,4km Zubringerleitungen
16,1km Anschlussleitungen
67,3km Leitungen in den Fassungsgebieten
1,9km Freispiegelstollen (Osterbuch) 

 

Behälter Speichervolumen

31.220m³ Wasserwerke
358.775m³ Fernleitungsnetz  

Viel Power – große Pumpen
sorgen für die nötige
Energie, um das Trinkwasser
über die Schwäbische Alb
hinweg zu den Kunden
zu bringen.

Bildbeschreibung: Blick in den Pumpenkeller des Förderwerks Langenau. Zu sehen sind die druckseitig von den Pumpen abgehenden Leitungen.

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Bildbeschreibung: Trinkwasserbehälter: Ein großer, dicht mit Pfeilern bestandener Raum.

Trinkwasserbehälter sind wichtige Speicher für Bedarfsspitzen. Sie gleichen Abgabeschwankungen aus und ermöglichen einen wirtschaftlichen Anlagenbetrieb.

Ganz schön groß – die Landeswasserversorgung arbeitet mit großkalibrigen Leitungen und Armaturen, deren Durchmesser teilweise bis zu 1,50 Meter beträgt.

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Automatisierung und Fernsteuerung

Heute kann der gesamte Anlagenbetrieb von nur zwei verantwortlichen Mitarbeitern in der Zentralwarte überwacht und gesteuert werden. Mit der fortlaufend modernisierten Zentralsteuerung sind heute alle Anlagen im Leitungsnetz der Landeswasserversorgung, von den Gewinnungsanlagen bis zu den Endbehältern, automatisiert. Die eingesetzten Automatisierungsgeräte steuern, regeln und überwachen die Prozesse in den Anlagen und übertragen permanent ca. 3.500 Messwerte und die Betriebszustände von rund 5.000 Pumpen, Verschlussorganen und Einrichtungen des gesamten Trinkwassergewinnungs-, Aufbereitungs- und Verteilungsbetriebes an die Zentralwarte im Wasserwerk Langenau sowie an die fünf im Versorgungsnetz verteilten Bereichswarten.

Dieses hochkomplexe Steuerungssystem mit seinen nahezu 300 Automatisierungsgeräten
gehört zu den größten und modernsten Leitsystemen deutscher Wasserversorgungsunternehmen.

Zahlen und Daten

Wasser- und Pumpwerke

49,1MW installierte Leistung
68,9Mio. kWh Stromverbrauch


Stromgewinnungsanlagen

6,3MW installierte Leistung
16,6Mio. kWh Stromgewinnung

Automatisch und ferngesteuert –
Aufbereitungsanlagen,
Leitungsnetz und Wasserbehälter
steuern sich heute überwiegend
selbst. Sie werden von der
Leitwarte im Wasserwerk
Langenau überwacht.

Bildbeschreibung: Ein LW-Mitarbeiter am Computer-Arbeitsplatz in der Leitwarte

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Die Wasserförderung und die Trinkwasseraufbereitung erfordern einen hohen Energieeinsatz. Um Energie und Kosten zu sparen, wird der Anlagenbetrieb bei der Landeswasserversorgung laufend optimiert.

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