Neue „Quelle“ Donauwasser

Wie in den Jahrzehnten zuvor wurde auch in den Jahren um 1965 von einem weiterhin spürbaren Anstieg des Wasserbedarfs ausgegangen. Neue Möglichkeiten zur Bereitstellung von Trinkwasser mussten erkundet werden. Da im östlichen Landesteil von Baden-Württemberg der weiteren Gewinnung von Grund- und Quellwasser enge Grenzen gesetzt waren, wurde der Beschluss gefasst, Flusswasser der Donau zu entnehmen und zu qualitativ hochwertigem Trinkwasser aufzubereiten.

Da der Standort des Rohwasserpumpwerkes in Bayern liegt, wurde für die Entnahme von Donauwasser ein Staatsvertrag zwischen Baden-Württemberg und Bayern erforderlich. In diesem sind alle Einzelheiten zur Wasserentnahme und zu den Ausgleichsleistungen geregelt.

Mit einer Jahresmenge von ca. 30 Millionen Kubikmetern, dies entspricht einer kontinuierlichen Entnahme von rund 950 Litern pro Sekunde, liegt der Anteil von aufbereitetem Donauwasser an der Gesamtabgabe bei ca. 30 Prozent.

In einem mehrstufigen Verfahren wird das bei Leipheim aus der Donau entnommene Flusswasser im Wasserwerk Langenau zu Trinkwasser aufbereitet.

Bildbeschreibung: Luftbild des Rohwasserpumpwerks Leipheim, umgeben von Wald, mit der Donau im Vordergrund
Das Rohwasserpumpwerk bei Leipheim