Das Karstquellwasser der Buchbrunnenquelle hat von Natur aus eine sehr gute Qualität. Nur nach lang anhaltend starken Niederschlägen und während der Schneeschmelze kommt es zu mineralischen Trübungen des Quellwassers.

Mit dem Bau der Bundesautobahn A7 durch das Wasserschutzgebiet der Buchbrunnenquelle mussten jedoch in den Jahren von 1982 bis 1984 die Aufbereitungsanlagen im Egauwasserwerk zur vorbeugenden Sicherung der Trinkwasserqualität erweitert werden. Die vorhandene Sandfiltration wurde durch eine leistungsfähigere Flockungsfiltration über Zweischicht-Sandfilter ersetzt. Das Bild zeigt die vorgeschaltete Oxidationsstufe mittels Ozon. Nachgeschaltet erfolgt eine Aktivkohlefiltration und aus Sicherheitsgründen eine Desinfektion des Trinkwassers.
Um den Kunden der Landeswasserversorgung weicheres Trinkwasser anbieten zu können, wurde nach den positiven Erfahrungen im Wasserwerk Langenau auch im Egauwasserwerk in den Jahren von 1993 bis 1995 eine Entcarbonisierungsanlage gebaut. Diese hat die Aufgabe, das Karstquellwasser, das aufgrund der geologischen Gegebenheiten eine natürliche Härte von 18,5°dH aufweist, auf 13,5°dH zu enthärten. Der beim Entcarbonisierungsprozess anfallende hochreine Calciumcarbonat-Schlamm wird als wertvoller Rohstoff an die Papierindustrie verkauft.
